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Charette

Valerie Stephani, 15.01.2012

Was ist das?

Die Charette-Methode wird insbesondere im städtebaulichen Kontext und bei der Regional- und Architekturplanung verwendet. Bei dem Prozess steht die andauernde Beteiligung der Öffentlichkeit im Vordergrund. Die Methode ist für die Erarbeitung übergeordneter Visionen genauso geeignet, wie für konkrete Entwürfe zum Stadtraum.

Was passiert?

Der Prozess gliedert sich in drei Phasen, der Mini-Charette, der Kern-Charette, sowie einer Abschluss-Charette.
Die erste Phase, die Mini-Charette, wird zur Einarbeitung und Problemanalyse genutzt. Sie findet komplett in der Öffentlichkeit statt. Durch Planungsspaziergänge, Informationsforen, Dokumentanalysen, sowie Expertenbefragungen wird eine Bestandsaufnahme gemacht. In einem öffentlichen Workshop können erste Richtungen und Themen festgelegt werden.
Anschließend wird eine Kerngruppe aus Experten (Architekten, Planer usw.), sowie Bürgern gewählt, die die Ergebnisse der Bestandsaufnahme in die zweite Phase, die Kern-Charette, überträgt.
Die Kern-Charette findet in Form einer öffentlichen Planungswerkstatt statt. Die Kerngruppe erarbeitet an einem öffentlichen Ort über mehrere Tage einen Masterplan. In Rücksprache mit Fachleuten, sowie durch Anregungen und Kritik der Bürger, die jederzeit an den Sitzungen teilnehmen dürfen, reift der Entwurf. Am Ende der Kern-Charette wird der erarbeitete Masterplan, sowie das dazugehörige Regelwerk zu dessen Umsetzung, in der Öffentlichkeit vorgestellt und über diesen abgestimmt.
Die darauf folgende Abschluss-Charette dient der Ausarbeitung des Masterplanes. Das Konzept wird z.B. in den zuständigen Stadtratgruppen besprochen, vertieft und in einer öffentlichen Abstimmung verabschiedet.
Das Ziel des Prozesses ist ein konkret ausgearbeiteter Masterplan zu der anfänglich gestellten Fragestellung.

Charette ist entlehnt aus dem französischen und bedeutet soviel wie Karren. Die heutige Charette, die vor 20 Jahren in den USA entwickelt wurde, meint im übertragenen Sinne also einen Karren für alle in Stadt- und Regionalplanung.

http://www.charretteinstitute.org/

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